Telmed-Modell
Im Telmed-Modell rufen Sie vor jedem Arztbesuch – ausser im Notfall – eine medizinische Beratungsstelle an. Dort wird abgeklärt, ob und zu welcher Ärztin Sie gehen sollten. Für diese zusätzliche Stufe sinkt die Prämie gegenüber dem Standardmodell.
Tiefste Telmed-Prämie in der Schweiz (2026, Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfall)
CHF 335 / Monat
rund CHF 608 pro Jahr unter der tiefsten Standardprämie
30 Kassen mit einem Telmed-Angebot. Momentaufnahme – Ihre Prämie hängt von Wohnort, Alter und Franchise ab.
So funktioniert das Telmed-Modell
Bei einem gesundheitlichen Problem kontaktieren Sie zuerst die rund um die Uhr erreichbare telemedizinische Beratungsstelle Ihrer Kasse (Ärztinnen und medizinische Fachpersonen). Sie schildern Ihr Anliegen und erhalten eine Empfehlung: Selbstbehandlung, Termin bei einer empfohlenen Ärztin oder Gang in den Notfall.
Erst nach dieser Beratung suchen Sie eine Praxis auf. Ohne den vorherigen Anruf kann die Krankenkasse die Kostenübernahme kürzen oder verweigern – ausser in Notfällen und den vereinbarten Ausnahmen.
Ausnahmen ohne Anruf
Ohne vorherige telefonische Beratung dürfen Sie in der Regel direkt zur Fachperson bei:
- Notfällen
- gynäkologischer Vorsorge
- Augenärztin (je nach Kasse)
- Kinderärztin bei Kindern
- Zahnärztin
Prämienrabatt
Der Rabatt liegt meist in der Grössenordnung des Hausarztmodells und hängt von Kasse und Prämienregion ab. Die Leistungen der Grundversicherung sind unverändert.
Hinweis: Der BAG-Datensatz führt das Telmed-Modell in der Sammelkategorie «Übrige Tarife». Dort finden sich vereinzelt weitere alternative Modelle (z.B. mit Erstberatung in der Apotheke); Telmed ist mit Abstand das häufigste.
Für wen sich das Telmed-Modell eignet
Passend für digital-affine, mobile Menschen mit wenigen Arztbesuchen, die keine feste Praxisbindung wollen und mit einer telefonischen Erstberatung gut zurechtkommen.
Weniger geeignet für Menschen, die den persönlichen Kontakt und eine feste Bezugsperson bevorzugen oder denen das Schildern von Beschwerden am Telefon schwerfällt.
Telmed-Prämie nach Kanton
Tiefste Telmed-Monatsprämie je Kanton (Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfalldeckung), bester Wert über die Prämienregionen – aufsteigend. Die Kantonsseite zeigt den vollen Vergleich.
| Kanton | ab CHF / Monat |
|---|---|
| Zug | CHF 335 |
| Appenzell Innerrhoden | CHF 354 |
| Uri | CHF 377 |
| Obwalden | CHF 383 |
| Nidwalden | CHF 385 |
| Schwyz | CHF 400 |
| St. Gallen | CHF 402 |
| Wallis | CHF 406 |
| Graubünden | CHF 407 |
| Appenzell Ausserrhoden | CHF 412 |
| Luzern | CHF 414 |
| Zürich | CHF 428 |
| Thurgau | CHF 430 |
| Glarus | CHF 433 |
| Schaffhausen | CHF 434 |
| Bern | CHF 448 |
| Freiburg | CHF 450 |
| Aargau | CHF 454 |
| Solothurn | CHF 486 |
| Basel-Landschaft | CHF 495 |
| Tessin | CHF 539 |
| Jura | CHF 543 |
| Waadt | CHF 544 |
| Neuenburg | CHF 568 |
| Basel-Stadt | CHF 594 |
| Genf | CHF 609 |
Momentaufnahme aus den offiziellen BAG-Prämien 2026.
Telmed-Prämien für Ihre Region vergleichen
Postleitzahl, Haushalt und Franchise eingeben – im Ergebnis nach Telmed filtern und alle Kassen gegenüberstellen.
Zum PrämienrechnerHäufige Fragen zum Telmed-Modell
- Wie funktioniert das Telmed-Modell?
- Vor jedem Arztbesuch (ausser im Notfall) rufen Sie die medizinische Beratungsstelle Ihrer Krankenkasse an. Sie erhalten eine Empfehlung und gehen erst danach zur Ärztin. Dafür ist die Prämie tiefer als im Standardmodell.
- Muss ich im Telmed-Modell wirklich jedes Mal anrufen?
- Ja, ausser in Notfällen und den in den Versicherungsbedingungen genannten Ausnahmen (z.B. Gynäkologie, Kinderärztin). Ohne den Anruf riskieren Sie, dass die Kasse einen Teil der Kosten nicht übernimmt.
- Ist das Telmed-Modell günstiger als das Hausarztmodell?
- Meist liegen die beiden nahe beieinander; der genaue Rabatt hängt von Kasse und Region ab. Der Rechner zeigt Ihnen für Ihre Postleitzahl beide Varianten mit den echten Prämien.
Die anderen Modelle
- Standardmodell (freie Arztwahl) – Freie Wahl von Arzt und Spital – höchste Flexibilität, höchste Prämie.
- Hausarztmodell – Erste Anlaufstelle ist der fest gewählte Hausarzt – spürbarer Prämienrabatt.
- HMO-Modell – Erste Anlaufstelle ist eine Gruppenpraxis (HMO) – meist der grösste Rabatt.
← Alle Modelle im ÜberblickVergleich nach Kanton →
Datenquelle: Gesamtbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Prämienjahr 2026 (Datenstand August 2026) – dieselben genehmigten Prämien wie priminfo.admin.ch. Wie wir vergleichen. Angaben ohne Gewähr.