Standardmodell (freie Arztwahl)
Das Standardmodell ist die Grundform der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung, KVG). Sie wählen Ärztin, Spezialist und Spital frei – ohne feste erste Anlaufstelle. Dafür ist die Prämie am höchsten: Hausarzt-, HMO- und Telmed-Modelle sind Varianten mit eingeschränkter Arztwahl gegen Prämienrabatt.
Tiefste Standard-Prämie in der Schweiz (2026, Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfall)
CHF 386 / Monat
34 Kassen mit einem Standard-Angebot. Momentaufnahme – Ihre Prämie hängt von Wohnort, Alter und Franchise ab.
So funktioniert das Standardmodell
Bei einem gesundheitlichen Problem gehen Sie direkt zu jeder zugelassenen Ärztin oder jedem Spezialisten Ihrer Wahl – ohne Voranmeldung und ohne Überweisung. Es gibt keine Beratungsstelle, die Sie zuerst kontaktieren müssen.
Für stationäre Behandlungen können Sie unter den Spitälern auf der Spitalliste Ihres Wohnkantons frei wählen; die Grundversicherung übernimmt die Kosten bis zum Tarif des Wohnkantons. Ausserkantonale oder nicht gelistete Spitäler zahlt die Grundversicherung nur bei medizinischer Notwendigkeit oder im Notfall.
Prämie: die Referenz ohne Rabatt
Das Standardmodell gewährt keinen Prämienrabatt – es ist der Ausgangswert, an dem die anderen Modelle gemessen werden. Hausarzt-, HMO- und Telmed-Modelle derselben Kasse liegen darunter, je nach Kasse und Prämienregion oft mehrere hundert Franken pro Jahr.
Die medizinischen Leistungen sind in allen Modellen gesetzlich identisch. Ein Sparmodell schränkt nur den Weg zur Behandlung ein, nicht deren Umfang.
Für wen sich das Standardmodell eignet
Sinnvoll für Menschen, die regelmässig verschiedene Spezialistinnen aufsuchen, eine komplexe oder chronische Krankengeschichte haben oder grossen Wert auf die freie Arztwahl legen.
Wer jung und gesund ist und selten zur Ärztin geht, zahlt im Standardmodell einen Aufpreis für eine Flexibilität, die kaum genutzt wird – hier lohnt fast immer ein Sparmodell.
Standardmodell und Kassenwechsel
Nur im Standardmodell mit der Mindestfranchise (CHF 300) ist neben dem Jahresende zusätzlich ein Wechsel der Krankenkasse auf den 30. Juni möglich. Bei Hausarzt-, HMO-, Telmed-Modellen und Wahlfranchisen über CHF 300 ist der Wechsel nur auf das Jahresende möglich. Details in den Hinweisen zum Krankenkassenwechsel.
Standard-Prämie nach Kanton
Tiefste Standard-Monatsprämie je Kanton (Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfalldeckung), bester Wert über die Prämienregionen – aufsteigend. Die Kantonsseite zeigt den vollen Vergleich.
| Kanton | ab CHF / Monat |
|---|---|
| Zug | CHF 386 |
| Appenzell Innerrhoden | CHF 411 |
| Graubünden | CHF 426 |
| Uri | CHF 438 |
| Schwyz | CHF 439 |
| Obwalden | CHF 445 |
| Nidwalden | CHF 448 |
| Luzern | CHF 453 |
| St. Gallen | CHF 467 |
| Wallis | CHF 471 |
| Appenzell Ausserrhoden | CHF 479 |
| Zürich | CHF 489 |
| Glarus | CHF 493 |
| Thurgau | CHF 500 |
| Schaffhausen | CHF 504 |
| Aargau | CHF 519 |
| Bern | CHF 520 |
| Freiburg | CHF 523 |
| Solothurn | CHF 565 |
| Basel-Landschaft | CHF 575 |
| Waadt | CHF 602 |
| Tessin | CHF 627 |
| Jura | CHF 628 |
| Neuenburg | CHF 656 |
| Basel-Stadt | CHF 674 |
| Genf | CHF 687 |
Momentaufnahme aus den offiziellen BAG-Prämien 2026.
Standard-Prämien für Ihre Region vergleichen
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Zum PrämienrechnerHäufige Fragen zum Standard-Modell
- Was ist das Standardmodell der Krankenkasse?
- Die Grundform der obligatorischen Krankenpflegeversicherung mit freier Arztwahl: Sie gehen ohne Voranmeldung zu jedem zugelassenen Arzt. Es gewährt keinen Prämienrabatt und ist damit das teuerste Modell.
- Habe ich im Standardmodell freie Arztwahl in der ganzen Schweiz?
- Ambulant können Sie jede zugelassene Ärztin in der Schweiz aufsuchen. Für stationäre Aufenthalte übernimmt die Grundversicherung die Kosten für Spitäler auf der Spitalliste Ihres Wohnkantons; andere Spitäler nur bei medizinischer Notwendigkeit oder im Notfall.
- Ist das Standardmodell teurer als Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modell?
- Ja. Das Standardmodell hat keinen Rabatt, die Sparmodelle derselben Kasse liegen darunter – je nach Kasse und Region oft mehrere hundert Franken pro Jahr, bei gesetzlich identischen Leistungen.
Die anderen Modelle
- Hausarztmodell – Erste Anlaufstelle ist der fest gewählte Hausarzt – spürbarer Prämienrabatt.
- HMO-Modell – Erste Anlaufstelle ist eine Gruppenpraxis (HMO) – meist der grösste Rabatt.
- Telmed-Modell – Vor dem Arztbesuch die telefonische medizinische Beratung – Rabatt bei Eigenverantwortung.
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Datenquelle: Gesamtbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Prämienjahr 2026 (Datenstand August 2026) – dieselben genehmigten Prämien wie priminfo.admin.ch. Wie wir vergleichen. Angaben ohne Gewähr.