Hausarztmodell
Beim Hausarztmodell bestimmen Sie einen festen Hausarzt als erste Anlaufstelle für alle gesundheitlichen Fragen. Er behandelt selbst oder überweist an Spezialisten und ins Spital. Dafür gewährt die Krankenkasse einen Prämienrabatt gegenüber dem Standardmodell.
Tiefste Hausarzt-Prämie in der Schweiz (2026, Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfall)
CHF 345 / Monat
rund CHF 490 pro Jahr unter der tiefsten Standardprämie
30 Kassen mit einem Hausarzt-Angebot. Momentaufnahme – Ihre Prämie hängt von Wohnort, Alter und Franchise ab.
So funktioniert das Hausarztmodell
Bei einem gesundheitlichen Problem gehen Sie zuerst immer zu Ihrem gewählten Hausarzt. Je nach Kasse wählen Sie ihn frei oder aus einer Liste der Kasse. Er koordiniert die weitere Behandlung, stellt Rezepte aus und überweist bei Bedarf an Spezialistinnen oder ins Spital.
Gehen Sie ohne Überweisung direkt zu einer Spezialistin, kann die Krankenkasse die Kostenübernahme verweigern – ausser in den vereinbarten Ausnahmefällen.
Ausnahmen ohne Voranmeldung
In diesen Fällen dürfen Sie ohne Umweg über den Hausarzt direkt zur Fachperson – die genaue Liste steht in den Versicherungsbedingungen Ihrer Kasse:
- Notfälle
- jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung
- Augenärztin (je nach Kasse)
- Kinderärztin bei Kindern
- Zahnunfälle
Prämienrabatt
Das Hausarztmodell gehört zu den Modellen mit den grösseren Rabatten. Wie hoch er ausfällt, hängt von der Kasse und der Prämienregion ab – oft mehrere hundert Franken pro Jahr gegenüber dem Standardmodell. Die Leistungen sind identisch.
Für wen sich das Hausarztmodell eignet
Ideal für alle, die ohnehin einen festen Hausarzt haben und ihm vertrauen. Der zusätzliche Aufwand ist gering, der Rabatt aber real.
Weniger praktisch, wenn Sie häufig den Wohnort wechseln, keinen Hausarzt in der Nähe haben oder lieber direkt zu Spezialistinnen gehen.
Hausarzt-Prämie nach Kanton
Tiefste Hausarzt-Monatsprämie je Kanton (Erwachsene, Franchise CHF 300, mit Unfalldeckung), bester Wert über die Prämienregionen – aufsteigend. Die Kantonsseite zeigt den vollen Vergleich.
| Kanton | ab CHF / Monat |
|---|---|
| Zug | CHF 345 |
| Appenzell Innerrhoden | CHF 360 |
| Uri | CHF 401 |
| Graubünden | CHF 405 |
| Nidwalden | CHF 411 |
| Obwalden | CHF 418 |
| Luzern | CHF 430 |
| Wallis | CHF 432 |
| St. Gallen | CHF 435 |
| Schwyz | CHF 435 |
| Glarus | CHF 447 |
| Appenzell Ausserrhoden | CHF 449 |
| Zürich | CHF 449 |
| Schaffhausen | CHF 453 |
| Thurgau | CHF 460 |
| Freiburg | CHF 469 |
| Aargau | CHF 479 |
| Bern | CHF 481 |
| Solothurn | CHF 506 |
| Basel-Landschaft | CHF 523 |
| Waadt | CHF 537 |
| Jura | CHF 562 |
| Tessin | CHF 566 |
| Neuenburg | CHF 569 |
| Basel-Stadt | CHF 576 |
| Genf | CHF 604 |
Momentaufnahme aus den offiziellen BAG-Prämien 2026.
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Zum PrämienrechnerHäufige Fragen zum Hausarzt-Modell
- Wie funktioniert das Hausarztmodell?
- Sie wählen einen festen Hausarzt und gehen bei gesundheitlichen Problemen immer zuerst zu ihm. Er behandelt oder überweist. Dafür ist die Prämie tiefer als im Standardmodell.
- Kann ich im Hausarztmodell den Hausarzt wechseln?
- Ja. Sie melden Ihrer Krankenkasse einfach einen neuen Hausarzt. Je nach Kasse muss er auf ihrer Liste stehen.
- Was passiert, wenn ich ohne Überweisung zum Spezialisten gehe?
- Ausserhalb der vereinbarten Ausnahmen (Notfall, Gynäkologie, Augenarzt, Kinderarzt u.a.) kann die Krankenkasse die Kostenübernahme verweigern. Im Zweifel zuerst den Hausarzt kontaktieren.
Die anderen Modelle
- Standardmodell (freie Arztwahl) – Freie Wahl von Arzt und Spital – höchste Flexibilität, höchste Prämie.
- HMO-Modell – Erste Anlaufstelle ist eine Gruppenpraxis (HMO) – meist der grösste Rabatt.
- Telmed-Modell – Vor dem Arztbesuch die telefonische medizinische Beratung – Rabatt bei Eigenverantwortung.
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Datenquelle: Gesamtbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG), Prämienjahr 2026 (Datenstand August 2026) – dieselben genehmigten Prämien wie priminfo.admin.ch. Wie wir vergleichen. Angaben ohne Gewähr.